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Die drei Stresstypen

  • vor 5 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Kennst du diese Antwort auf die Frage, wie es dir geht?: "Eigentlich gut - es ist nur gerade sehr viel los".


Ich möchte dich einladen, das "eigentlich" zu hinterfragen. Denn "uneigentlich" sehe ich Frauen, die übermäßig viel tragen, für alle stark sind und zu wenig (oder gar nicht) beachten, was ihnen persönlich Kraft gibt, und was sie Kraft kostet. Um Ende glauben sie, dass es ihnen gut gehen müsste, weil sie doch keinen Grund zu klagen haben - bis der Körper einen liefert.


"Eigentlich" heißt also übersetzt:

  • ich kann nicht mehr

  • ich spüre mich nicht mehr

  • ich weiß nicht mehr, wer ich bin

  • es ist alles zu viel

  • usw...

aber

  • das machen doch alle

  • es geht nicht anders

  • früher ging es auch

also:

"Etwas stimmt mit mir nicht - es müsste mir doch eigentlich gut gehen"


Warum merken wir es nicht?

  1. Weil es schleichen daher kommt. Es gibt keinen bestimmten Tag, an dem es begonnen hat. Es ist die summe der kleinen Dinge, Ereignisse und Aufgaben, die irgendwann mal zu viel wird.

  2. Weil es immer jemanden gibt, dem es schlechter geht. Im Vergleich, geht es dir doch "eigentlich" gut. Deine Eltern brauchen gerade keine Pflege - wie bei deiner Freundin, deine Kinder sind gesund - nicht wie bei deiner Schwester, und du hast einen Partner - nicht wie dein geschiedene Bruder.

  3. Weil wir es nicht benennen. Was keinen Namen hat - hat keine Daseinsberechtigung.


Warum machen wir es?

Weil unser Kalender voll ist! Wir haben keine Zeit, uns um uns zu kümmern. Geben wir zu, dass wir am Ende sind - entsteht eine Aufgabe. Und dafür haben wir "eigentlich" keine Zeit.


Die beliebte Ausrede ist dann: "Ich bin halt nicht mehr so belastbar wie früher".


Natürlich nicht! Erschöpfung entsteht nicht an einem Tag und wird dann am Ende des Tages gelöscht. Wenn dein Nervensystem seit Jahren leistet, mehr leistet und belastet wird, summiert sich diese Belastung und ohne ausreichende Regulierung wird das Faß voller und voller. Nun stehst du vielleicht in deinen 40-en oder 50-en und es reicht eine kleine extra Aufgabe, eine Stresssituation und alles bricht zusammen. In dir. Der Tag, die Woche kosten dich einfach viel mehr Kraft als früher. Hinzu kommt, dass du in der Mitte deines Lebens meist mehr Verantwortung trägst als früher und das obwohl gleichzeitig dein Körper durch die hormonellen Veränderungen weniger Leistungsfähig ist - oder zumindest mehr Aufmerksamkeit braucht - als früher. Und der Tag hat nach wie vor nur 24 Stunden.


Also mein erster Typ:

👉🏻 Hör auf, dich mit der Frau zu vergleichen, die du mal warst.


Die Natur der Frau

Die Natur hat uns Frauen mit eine sehr ausgeprägten Anpassungsfähigkeit ausgestattet. Eine Eigenschaft, die uns in der Leistungsgesellschaft oft zum Verhängnis wird. Nämlich dann, wenn:

  • uns das bewusste Leben nicht gesunder - sonder erschöpfter macht,

  • unsere Leistung uns nicht glücklicher macht - sonder unter noch mehr Druck setzt.


Doch Erschöpfung ist kein Wettbewerb. Du musst nicht warten bis du soweit bist, dass nichts mehr geht, um dir endlich mal mit entspanntem Gewissen Zeit für dich selbst zu nehmen.


An dieser Stelle sagen viele - "Ich habe schon alles probiert." Doch der Weg zurück zu Energie, Freude und Leichtigkeit sieht für jeden anders aus. Kennst du deinen? Vielleicht hast du einfach nicht an der Stelle angesetzt, die dich wirklich erschöpft? Genau deshalb möchte ich dir die drei Stresstypen vorstellen:


  1. Regulation Stresstyp - Funktioniert immer, ist für alle da. Wird selten krank und wenn, dann nur ganz kurz. Hält aus, da wo alle anderen längst gesagt hätten "Ich kann nicht mehr". Typisch ist hier der Satz: "Ich muss nur noch..." . Doch danach wird es nicht ruhiger - es kommt ein neues ToDo. Also wird reguliert: Mehr Sport, Magnesium Tabletten, weniger Kaffee usw. Alles tolle Ansätze - nur hilft es hier nicht. Weil der Körper schon lange nicht auf diese Art von Regulation reagiert. Dieser Typ ist kreativ - dann wird eben anders reguliert. Notfalls mit einer Schlaftablette, einem Glas Wein oder einer Zigarette. Warnsignale kennt der Typ nicht. Wenn schon, dann passiert etwas großes.


👉🏻 In meinem Coaching zeige ich dir, was in deinem Körper passiert und wie du die richtige

Balance findest: Nicht weniger leisten - aber sich weniger erschöpfen.

  1. Trigger Stresstyp - lebt von der Reaktivierung der alten Muster. Es ist der Typ, der heftiger reagiert als die Situation das erfordert. Und noch während dessen ärgert er sich über das eigene Verhalten oder Worte, die definitiv nicht zu der Situation passen. Die Reaktion ist größer als der Anlass und es folgt Selbstverurteilung.


👉🏻 In meinem Coaching zeige ich dir, warum du so reagierst, bevor dein Verstand überhaupt

die Chance hat, zu verstehen, was passiert ist und wie du das verändern kannst.


  1. Identität Stresstyp - lebt in der Lücke zwischen sich selbst und seinen Rollen. Wartet auf das Gefühl von Glück für das Erreichte, aber es kommt nicht. Es fühlt sich eher taub an, als wäre es nicht sein Leben. Meist versuchst du dann einen Kurs dazu zu nehmen, oder ein neues Projekt anzufangen und für wenige Wochen hilft es auch. Da hier äußerlich alles stimmt, wird auch nicht geklagt. Worüber denn auch - es ist ja "eigentlich" alles gut. Dieser Typ bleibt also häufig am längsten unentdeckt.


👉🏻 In meinem Coaching zeige ich dir, wie du keine Zeit mehr verlierst - sondern dich

deinem Glück endlich näherst.


Vielleicht erkennst du dich in einem der Typen sofort wieder. Dann wird es plötzlich klarer, warum manches für dich gut funktioniert - und das andere eben gar nicht.


Nur selten entsprechen wir nur einem Typus. Meist haben wir einen Haupt-Typus und mindestens einen Neben-Typus. Und sie können sich auch je nach Lebenslage verändert - es ist kein fest gefahrenes Muster. Und es ist auch keine Persönlichkeitsbeschreibung, die aussagt, wer du bist. Es ist lediglich die Beschreibung dessen, wie dein Nervensystem mit Stress umgeht, damit du bei der Regulation, an den richtigen Stellen ansetzen kannst.

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