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Was tut dir eigentlich wirklich gut?

1. Aug.
4 Min. Lesezeit

Der Sommer als Einladung, wieder wahrzunehmen, was dich nährt – und was dir Energie nimmt.


Manchmal braucht es gar nicht viel.

Eine Tasse Kaffee in der Sonne. Ein Lieblingskissen. Barfuß über das Gras laufen. Ein Buch, das schon seit Wochen auf dem Nachttisch liegt. Eine kleine Ecke im Garten, in der die Welt für einen Moment stillsteht.


Wir denken bei Erholung oft an Urlaub - an Meer - an Berge -an ein schönes Hotel - an zwei Wochen Auszeit. Aber vielleicht beginnt Erholung viel früher. Vielleicht beginnt sie mit der Frage:


Was tut mir eigentlich wirklich gut?

Und damit meine ich nicht nur: Was macht mir Spaß?

Sondern:

  • Was gibt mir Energie?

  • Was lässt mich aufatmen?

  • Was bringt mich zurück zu mir?



Wir gestalten unsere Räume – und unsere Räume gestalten uns


Ich liebe es, kleine Orte zu schaffen, an denen ich mich gerne aufhalte.Nicht unbedingt perfekt. Nicht unbedingt besonders stilvoll. Aber so, dass ich mich dort wirklich spüre:


Eine schöne Tasse kann so ein kleines Detail sein.

Ein Kissen, das einen Platz gemütlich macht.

Ein Stuhl unter einem Baum.

Eine Decke auf der Terrasse.

Blumen auf dem Tisch.

Eine Kerze am Abend.


Es sind oft die kleinen Dinge, die aus einem Ort unseren Ort machen.

Und ich glaube, dass das mehr mit uns macht, als wir manchmal denken.Denn unsere Umgebung ist nicht neutral. Sie kann uns anspannen oder entspannen.Sie kann uns zum Funktionieren einladen – oder zum Verweilen.Sie kann laut sein oder uns Ruhe schenken.


Wie möchtest du dich fühlen, wenn du einen Raum betrittst?

Und was könntest du verändern, damit genau dieses Gefühl entsteht?



Vielleicht darf dein Urlaub dieses Jahr genau so aussehen

Du musst nicht jeden freien Tag mit Erlebnissen füllen.

Vielleicht ist dein perfekter Ferientag gar nicht der mit dem vollsten Programm.

Vielleicht ist es:

☀️ morgens langsam einen Kaffee trinken

🌿 im Grünen sitzen und nichts tun

📖 endlich wieder lesen

🚶‍♀️ einen langen Spaziergang machen

🎶 Musik hören und dabei durch die Wohnung tanzen

🍅 auf dem Markt einkaufen und etwas Schönes kochen

🌊 am Wasser sitzen

🧘‍♀️ Yoga machen, weil dein Körper danach verlangt – nicht weil es auf deinem Trainingsplan steht

Oder einfach einmal einen Nachmittag haben, an dem nichts passieren muss.


Ferien dürfen dich nähren

Vielleicht ist das eine schöne Perspektive für die nächsten Wochen:

Statt: „Was möchte ich in diesem Sommer alles erleben?“

👉🏻 „Was möchte ich in diesem Sommer fühlen?“


  • Leichtigkeit?

  • Lebendigkeit?

  • Ruhe?

  • Abenteuer?

  • Verbundenheit?

  • Freiheit?

  • Nähe?


Und dann kannst du deine Ferien genau danach gestalten.

Wenn du Ruhe brauchst, brauchst du vielleicht keinen weiteren Ausflug.

Wenn du Lebendigkeit suchst, vielleicht schon.

Wenn du Nähe vermisst, ist vielleicht ein langer Abend mit einem Menschen, der dir guttut, wertvoller als das nächste Event.


Es gibt keine richtige Art, Ferien zu machen. Es gibt nur die Frage: Was brauche ich gerade?



Und was ist mit deinem Zuhause?


Das Schöne ist: Diese Frage müssen wir nicht nur im Urlaub stellen.

Vielleicht kannst du dir auch zu Hause kleine Räume schaffen, die dich nähren.

Eine „Meine-Zeit-Ecke“. Ein Sessel mit einer schönen Decke, deine Lieblingstasse, eine Pflanze, ein schönes Tagebuch, eine Kerze. Ein Ort, der einfach sagt: Hier darf ich sein.

Du brauchst dafür weder ein großes Haus noch ein großes Budget.


Design Your Life beginnt nicht bei der großen Veränderung


Genau hier berührt das Thema für mich auch Design Your Life.

Wenn wir über Veränderung nachdenken, denken wir oft sofort an die großen Fragen:

Soll ich meinen Job wechseln?

Soll ich mich trennen?

Was will ich eigentlich mit meinem Leben?

Wo möchte ich wohnen?


Aber Design Your Life beginnt manchmal viel kleiner:

  • Mit einer Tasse.

  • Mit einem Spaziergang.

  • Mit einem freien Abend.

  • Mit der Entscheidung, einen Termin nicht anzunehmen.

  • Mit einem Raum, den du so gestaltest, dass du dich darin gerne aufhältst.

  • Mit der Frage: Was gibt mir Energie – und was raubt sie mir?


Und wenn du beginnst, darauf zu achten, entsteht etwas Spannendes:

  • Du lernst dich selbst wieder besser kennen.

  • Du bemerkst, was dich aufblühen lässt.

  • Was dich erschöpft.

  • Was dich ruhig macht.

  • Was dich lebendig macht.


Und genau daraus entstehen irgendwann die größeren Entscheidungen.


Eine kleine Sommerübung für dich


Nimm dir heute oder in den nächsten Tagen zehn Minuten. Setz dich irgendwo hin, wo du dich wohlfühlst. Und schau dich einmal bewusst um. Frage dich:


Was in meiner Umgebung tut mir gut?

Was macht diesen Ort für mich besonders?

Was könnte ich verändern, damit ich mich hier noch wohler fühle?


Und dann geh einen Schritt weiter:


Was hat mir in letzter Zeit Energie gegeben?

Was hat mir Energie genommen?

Wann habe ich mich leicht und lebendig gefühlt?

Was möchte ich davon mehr in meinem Alltag haben?

Und was darf weniger werden?


Du musst daraus keine große Lebensentscheidung machen. Die Antwort ist womöglich sehr einfach:


  • Ich brauche mehr Zeit draußen.

Oder:

  • Ich möchte morgens nicht sofort funktionieren.

Oder:

  • Ich möchte wieder mehr Musik hören.

Oder:

  • Ich möchte mir einen schönen Platz schaffen, an dem ich jeden Morgen meinen Kaffee trinke.


Dann fang genau dort an.

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